Nein zum Abbau der Grund- und Notfallversorgung im Kanton Zug: Wir stehen hinter der AndreasKlinik – jetzt Petition unterzeichnen!

Cham, 23. September 2022 – Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zug plant, der Hirslanden AndreasKlinik Cham den Auftrag für die Grund- und Notfallversorgung zu entziehen. Der Bevölkerung droht damit nicht nur der Verlust ihrer Wahlfreiheit, sondern auch der Verlust von Arbeitsplätzen, die Aufgabe von Arztpraxen, der Wegfall von Steuereinnahmen so-wie eine noch stärkere Abwanderung von Patientinnen und Patienten nach Luzern und Zürich. In einer Petition fordert die IG Wahlfreiheit Kanton Zug die Regierung dazu auf, ihren Entscheid zu revidieren.

«Das Kantonsspital ist vollkommen am Anschlag mit Notfallpatienten, welche eigentlich in die hausärztliche Praxis gehörten. Der Notfall sucht deshalb dringend Entlastung.» – Diese Zeilen stammen aus einer E-Mail, die der Vorstand der Zuger Ärztegesellschaft kürzlich an seine Mit-glieder verschickte. Die Nachricht ist nicht zuletzt deshalb von grosser Brisanz und Relevanz, weil die Zuger Gesundheitsdirektion ausgerechnet jetzt die Spitalliste des Kantons überarbeiten will. Im Zuge dessen beabsichtigt die Regierung, der AndreasKlinik in Cham ab 2023 den Auftrag für die Grund- und Notfallversorgung zu entziehen. Dieses Vorgehen der Regierung ist nicht nur unverständlich und gefährlich, sondern auch schweizweit einmalig.

Ein Verlust für die gesamte Region

Am 23. September 2022 informierten Vertreterinnen und Vertreter der IG Wahlfreiheit Kanton Zug an einer Medienorientierung im Lorzensaal in Cham über die neu lancierte Petition zugunsten der AndreasKlinik. «Wir setzen uns für die AndreasKlinik ein, weil unter dem geplanten Versorgungsabbau nicht nur die Klinik, sondern die gesamte Gesundheitsversorgung im Kanton Zug leidet», erklärte Jean-Luc Mösch (Co-Lead IG, Präsident Gewerbeverein Cham und Kantonsrat Mitte).

Fakt ist: Der Kanton Zug verfügt heute über eine qualitativ hochstehende Spitalversorgung. Das Zuger Kantonsspital und die AndreasKlinik ergänzen sich sehr gut, arbeiten partnerschaftlich und patientenorientiert zusammen und stehen objektiv nicht in relevanter Konkur-renz. «Die neue Spitalliste gefährdet dieses Erfolgsmodell und schränkt die Behandlungsmöglichkeiten für die Bevölkerung ein», sagte Jean-Luc Mösch. Das betonte auch Josef Huwiler (Co-Lead IG, Dipl. Bankfachmann und Unternehmer): «Im Kanton Zug sind Wettbewerb und Marktwirtschaft fest verankert. Nun steuert die Gesundheitsdirektion ausgerechnet im wichtigen Gesundheitsbereich in Richtung Monopol. Dies schwächt langfristig die Qualität der Leistungserbringung.» Und Jill Nussbaumer (Kantonsrätin FDP) fügte hinzu: «Das Vorgehen der Regierung steht im Widerspruch zum im Gesundheitswesen wichtigen Grundsatz der
Wahlfreiheit: Die Zuger Bürgerinnen und Bürger sollen die Wahl haben, wo sie sich behandeln lassen!» Besonders für die Bevölkerung aus den Ennetsee-Gemeinden sei die AndreasKlinik besser erreichbar als das Kantonsspital Zug.

Mit einem Anteil von rund zwei Dritteln ausschliesslich grundversicherter Patientinnen und Patienten sei die AndreasKlinik zudem ein Spital, das allen Menschen offenstehe, sagte Jill Nussbaumer weiter. «Es ist völlig unverständlich, dass die Regierung die AndreasKlinik nun zur Spezialklinik für Wahleingriffe zurechtstutzen will.» Brigitte Wenzin Widmer (Kantonsrätin SVP) gab zudem zu bedenken, dass von dem Regierungsentscheid auch die äusserst beliebte Geburtenabteilung betroffen wäre. Adrian Risi (Kantonsrat SVP) rief zudem in Erinnerung, dass sich gerade auch während der Covid-Pandemie gezeigt habe, dass der Kanton Zug dank-bar war für die Kapazitäten der AndreasKlinik, um auch in Zeiten überdurchschnittlicher Belastung handlungsfähig zu bleiben.

Jetzt Petition unterzeichnen
Die IG Wahlfreiheit Kanton Zug fordert die Gesundheitsdirektion dazu auf, ihren Entscheid zu revidieren. In diesem Zusammenhang hat die IG unter www.ig-wahlfreiheit-zug.ch eine Petition lanciert, die schon bald dem amtenden Zuger Gesundheitsdirektor übergeben wird. Interessierte Zugerinnen und Zuger haben die Möglichkeit, unter www.ig-wahlfreiheit-zug.ch ihre Unterstützung für die AndreasKlinik Cham kundzutun. Zudem sind auf der Website alle relevanten Fakten zum Thema veröffentlicht.

Kontakt für Medienschaffende:
IG Wahlfreiheit Kanton Zug,
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